Lifestyle

Drumherum mal ohne –

Plastikfrei im Selbstversuch! BLOG

Um es vorne weg zu nehmen, ich setze mir sicherlich keinen Heiligenschein auf, was den Gebrauch von Plastik angeht. Wie auch? In unserem Alltag hat sich dieses so sehr integriert, dass es nicht mehr weg zu denken ist.

Auch bei mir zuhause kann ich nicht gerade behaupten, mein Müllbehälter für den Gelben Sack würde sich nur allmählich füllen. Im Gegenteil. Denn es gab Zeiten, da füllte sich dieser so dermaßen schnell, dass ich gleich den ganzen Stapel der Säcke im Rathaus hätte mitnehmen können, sofern man mich gelassen hätte. Aber nicht nur das. Dazu kam auch noch mein Gebrauch von Einwegplastikflaschen, die leicht zu transportieren und immer und überall zu haben sind. Irgendwann fiel mir auf: Ich bin UMGEBEN von Plastik! Mir gingen diese billigen, ständig umfallenden, überall rumfahrenden Plastikflaschen und dieser sich unaufhörlich füllende Plastikeimer irgendwann so auf den Nerv, dass sich in mir eine regelrechte Plastikphobie entwickelte und ich im Selbsttest versuchte, mal ganz darauf zu verzichten. Doch wie anstrengend das sein kann, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

 

PLASTIK PLASTIK – FLASCHEN OHNE ENDE

 

Angefangen hatte ich damit, mein Wasser des täglichen Konsums nun nicht mehr in Plastikflaschen zu kaufen und dies tue ich bis heute noch. Gut, dafür musste ich zuerst auch schwerer tragen und die Auswahl war nicht die, die ich bisher gewohnt war. Auf mein gewohntes Vittel oder Evian musste ich verzichten. Doch gibt es natürlich auch gute regionale Marken, denen ich lange treu wurde , aber ein Geschleppe ist es, gebe ich zu. Seine Muskeln muss man auf diesem Wege schon aus Überzeugung trainieren. Und ohne Auto – hm, keine Ahnung wie ich diese schwere Kisten ohne fahrbaren Untersatz nach Hause bringen soll? Doch Gott sei Dank haben wir eins und heute - trinke ich aus der Leitung gutes Bodenseewasser. Fertig. 

Seither ich nun nicht mehr auf meinem Esstisch von großen Plastikflaschen umgeben bin, fühle ich mich auch deutlich wohler. Ich bin nun nicht mehr den sich ständig ablösenden Plastik-Chemikalien in meinem Wasser ausgeliefert. Dies schaltete ich irgendwie jahrelang aus Bequemlichkeit weg, der Grund zu Wechseln war ein anderer. Gut – 2 Fliegen mit einer Klappe.

 

PLASTIK PLASTIK – OHNE ESSEN GEHT NICHTS

 

Also dann ran an die Lebensmittel. Ich kann mich noch erinnern – ewig irrte ich im Laden herum um mein Gewohntes nicht in Plastik eingepackt zu finden. Und nach Hause kam ich mit fast nichts. Kein Streichkäse, kein Quark, kein Shampoo …, da viel mir erstmals bewusst auf, wie viel eigentlich mit Plastik hergestellt wird! Und egal, wo man einkauft oder sich befindet, man kommt nirgends daran vorbei! Daher füllt sich bis heute noch mein Gelber Sack, allerdings nicht mehr ganz so schnell. Aber man überlege mal, möchte man nur allein bei den Lebensmitteln darauf verzichten, müsste man, um einen Einkauf zu erledigen, vielfach verschiedene Stellen anfahren, um seinen Einkauf wirklich naturgetreu, ohne Plastik ummantelt zu erhalten oder man macht es selbst. Aber ehrlich, wer hat denn heute noch die Zeit dafür? Wohl dem der es so umsetzen kann.

 


 

Anders als vor 100 Jahren müssen und möchten wir uns Zeit für andere Sachen nehmen und wollen alles so schnell wie möglich haben und gemacht bekommen und das in einer Wegwerfgesellschaft wie heute. Mir geht es oft nicht anders. Wer hat denn noch die Muße, sich das Shampoo und seinen Quark selber zu machen? Man ist letztendlich ausgeliefert. Aber was ich bis heute nicht verstehen kann, wieso Bananen oder Gemüse in Plastik eingepackt werden muss?! Wer es sich finanziell anders einfach nicht leisten kann und an den Discountern nicht vorbeikommt, hat oftmals keine andere Wahl, selbst wenn er auf BIO zurückgreift. Trotzdem möchte ich es nicht ganz verteufeln. In vielem hat es unseren Alltag bequemer und fortschrittlicher gemacht. Mann, wie hat die Menschheit nur vor der Erfindung von Plastik überlebt?!

Mir geht es noch nicht mal um Produkte, die man mehrmals verwendet und ständig im Gebrauch hat oder die, die sorgfältig entsorgt werden, selbst wenn auch diese schädlich für Umwelt und den Menschen sind und beim Recyceln zugelassene und hier nicht zugelassene Zusätze einfach vermengt werden. Komplett plastikfrei geht heute leider nicht mehr. Aber wenn man es an bestimmten Stellen, an denen es möglich ist, doch bewusst vermeiden kann, wäre es schon mal ein Schritt.

 

PLASTIK PLASTIK – JA, DIE LIEBE TÜTE!

 

Man nehme nur die Plastiktüte. Jeder hat eine regelrechte Sammlung davon zuhause. Manche wild und chaotisch im Schrank, manche fein säuberlich gefaltet in der Schublade, die entweder ihr jahrzehntelanges Dasein dort fristet oder irgendwo, irgendwann im Müll, auf der Straße oder sonst wo landet. Ich schätze die Aufmerksamkeit der Verkäuferin sehr, aber ich kann es schon ehrlich nicht mehr hören: „Eine Tüte?” – und dabei habe ich gerade mal 3 Artikel gekauft, die sehr gut in meine Handtasche passen. Für viele ist es selbstverständlich und völlig normal, danach zu greifen ohne darüber nachzudenken. Wenn man wenigstens verantwortungsvoll damit umgehen würde, gäbe es wohl etwas weniger Probleme, jedoch sieht die Realität anders aus und überall auf der Welt verstopft sie unsere Umwelt.

Der Verbraucher möchte alles einwandfrei aussehend, praktisch verpackt und leicht zu transportieren haben, aber dafür müssen wir einen sehr hohen Preis bezahlen. Man möchte sich vielleicht nun fragen, was kann ich dafür, wenn Menschen in anderen Ländern Plastik sorglos weg werfen? Und klar, damit mag man vielleicht Recht haben. Aber der Einzelne kann zur Nachfrage beitragen und je geringer diese, desto weniger die Herstellung und zudem man dadurch alternativen Stoffen für Plastik mehr Chancen zur Entwicklung gibt.

Auch auf politischer Ebene wurde erkannt, dass hier etwas verändert werden muss, nur wie wir alle wissen, kann dies ein sehr langer Prozess sein, bis es zur Verwirklichung kommt. Also sind WIR gefragt. Und wie ich finde, ist es mittlerweile sogar schon richtig cool, seine eigene individuelle stylische Einkaufstasche zur Schau zu tragen und zu Plastik NEIN DANKE zu sagen. Wie bei vielem heißt es auch hier: „Geht nicht, gibt’s nicht!” – Es ist rein die Frage des Wollens und Wissens, dass es auch anders geht.

 


 

THE OCEAN CLEAN UP -

befreit Meere von Plastik

 

Die Veränderung unserer Umwelt hat viele Namen und Auswirkungen. Da revolutionäre Ideen nicht ausschließlich von Wissenschaftlern kommen müssen, nimmt der 20-jähriger Niederländer Boyan Slat das Problem mit einer eigenen Entwicklung in die Hand, für das er eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen hat. Obwohl die Meinung lautet, dass eine Säuberung der Ozeane unmöglich ist, Milliarden kostet und hunderte von Jahren dauert, beweist Boyan, dass seine Methode es mit dem Problem aufnehmen kann. 

Boyan konnte um die 100 Freiwillige, Wissenschaftler und Ingenieure für sein Projekt begeistern. Er änderte die Denkrichtung: „Warum sollten wir uns durch die Ozeane bewegen, wenn die Ozeane sich doch durch uns bewegen könnten?“ Er erdachte schwimmende Barrieren, die den Müll passiv auffangen, während sich das Wasser unter ihnen hindurch bewegt.

Das Projekt kann über viele Quadratkilometer ausgedehnt werden und innerhalb von fünf Jahren möglich machen, einen ganzen Ozeanwirbel zu umfassen. So könnte ein 20-jähriger Holländer eines der größten Umweltprobleme unserer Erde lösen.

 

 

www.theoceancleanup.com

 

 

 


Weitere Beiträge / Kategorie: Lifestyle

Schuh Schneider und City Shoes

Es ist die perfekte Kombination. Wo sich traditionelle Werte, gewachsenes Know-h...

weiterlesen...

Haus der Küche

Wir verkaufen nicht einfach Küchen – wir machen Wünsche wahr – bringt Gesc...

weiterlesen...