Informatives

Kork

Einen Beitrag zur Umwelt leisten!

Wer Wein aus Flaschen mit Naturkorken trinkt, unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung von Korkeichenwäldern, die nicht nur dem Arten- sondern auch dem Klimaschutz zugute kommt.

Kork ist ein natürliches Produkt, das aus der nachwachsenden Rinde der Korkeiche stammt; eines Baumes, der im Mittelmeerraum wächst. Ein Korkeichenwald – Heimat unzähliger Pflanzen- und Tierarten, trägt zur Regulierung des Wasserhaushaltens sowie zum Schutz der Böden bei und beugt so der Versteppung vor. Außerdem bindet der Korkeichenwald Kohlendioxid, einen der Hauptverantwortlichen für die globale Erwärmung. Der recyclingfähige und wiederverwendbare Kork entspricht perfekt dem Motto „Nichts geht verloren, alles wird verarbeitet“.

Quercus suber, die Korkeiche, ist der weltweit einzige Baum, dessen Rinde man am lebenden Stamm ernten kann, ohne dass er anschließend stirbt. Eine regelmäßig alle zehn Jahre abgeerntete Korkeiche wird resistenter gegen Feuer, bildet dickere Korkmasse und bindet in der Rinde fünfmal mehr CO2 als andere Bäume. Die gesamten Korkeichenwälder verwandeln jährlich 14 Millionen Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid in vielseitig verwendbaren Kork – glatte zehn Prozent des CO2-Ausstoßes im deutschen Straßenverkehr.

Das Niederschmetterndste an den Statistiken mit neuen Weinverschlüssen wie des Alu-Schraubverschlusses ist: Genau dieser ist es, der die schlechteste CO2-Bilanz von allen möglichen Stopfen besitzt. In der Schweiz sind 60 % aller Weine mit diesem Umweltsünder verschlossen, in Deutschland 70 %, in Österreich sind es 80 %. Die Herstellung eines Alu-Schraubverschlusses setzt 24-mal mehr Kohlendioxid frei als der Naturkork, welcher der Natur nützt und hilft, während Aluminium ausschließlich belastet.

Natürlich kam der Umstieg auf künstliche Verschlüsse nicht aus heiterem Himmel. Die Korkindustrie hat sich zu lange auf dem Monopol von Kork als Verschlussmaterial ausgeruht und sich zu wenig bemüht, das Problem des so genannten „Korktons“ in den Griff zu bekommen sowie noch manch anderen Fehler begangen.

Doch inzwischen bestätigen seit Jahren selbst unabhängige sowie renommierte Forschungseinrichtungen, dass Naturkork keinesfalls die einzige Quelle für Mufftöne im Wein ist und es mehrere Stoffe gibt, die von zahlreichen Quellen in den Kellereien wie Holz, Kartonagen oder Reinigungsmitteln stammen können. Dazu kommt, dass die Weinkorken seit der Korkkrise qualitativ deutlich besser als vor der Krise geworden sind.

 


 

Kork – Ein nachwachsender Rohstoff!

Die Korkeiche (Quercus Suber) wächst vorwiegend in Portugal, Spanien, Italien und Teilen Algeriens. Die Rinde der Quercus Suber liefert den begehrten Rohstoff Kork. Sie braucht viel Sonne, um hochwertigen Kork zu produzieren. Die Bäume haben eine Lebenserwartung von rund 180 Jahren.

Nach rund 25 Jahren werden die Eichen in den Sommermonaten erstmals geschält. Diese erste Schälung nennt man Jungfernrinde. Sie ist noch stark zerklüftet und für die Korkproduktion nicht geeignet. Sie dient fast ausschließlich der Granulatproduktion. Die nachfolgenden Schälungen sind dann geschlossener (hochwertiger). Sie können jetzt für die Korkenproduktion verwendet werden.

Bei der Schälung darf die Mutterschicht nicht beschädigt werden, da diese den Baum vor dem Austrocknen und vor Infektionen schützt. Unter ihr wächst die neue Rinde. Nach jeweils 9 bis 11 Jahren kann von der Korkeiche erneut geerntet werden. Ein langer Zeitraum, der staatlich überwacht wird.

Nach der Ernte wird die Korkrinde sechs Monate zum Trocknen und Stabilisieren gelagert. Vor der Fertigung von Korken wird die Rinde in Wasser gekocht. Insekten werden hierbei abgetötet, enthaltenes Tannin (Gerbstoff) wird entzogen und das Material wird hierdurch weich und elastisch. Danach reift der Kork noch rund sechs Wochen in Dunkelheit und bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit.

Aus den Korkplatten werden Flaschenkorken ausgebohrt. Hierbei bleiben die ausgebohrten Rohlinge übrig. Diese bilden das Grundmaterial für Presskorkblöcke und Bodenbeläge aus Kork.

 


 

Quellen: Nabu, www.natuerlichkork.de, www.kork-ickert, Fotos: Wikipedia, Pixelio E. Sawistowski

 


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