Lifestyle, Psychologie & Motivation

Jakobsweg

Grenzen spüren, Herausforderungen meistern!

Ich liebe die Herausforderung und gehe gern an meine Grenzen. Geistig, körperlich und seelisch. Alltäglicher Trott ermüdet mich und bedeutet für mich Stress. Daher ließ ich es mir nicht nehmen, meinen lang ersehnten Wunsch in die Tat umzusetzen, denn ich brauchte eine Auszeit. Wollte alles einmal nur hinter mir lassen können.  Und hätte man mich daran gehindert – ich hätte sogar meinen Job dafür hingeschmissen. Doch soweit musste es Gott sei Dank nicht kommen. Hätte mir jedoch vorher jemand erklärt, welche Veränderungen dieser Schritt für mich und mein Leben bedeuten würde, hätte ich es nicht geglaubt. Und ich bereue keinen Schritt.

Anfang 2014 ermöglichte es mir mein Arbeitgeber, sieben Wochen lang Urlaub zu nehmen. Zum Glück. Also begann ich meine Reise genau am 01.03.2014 in voller Erwartung und Neugier. Doch obwohl ich das Wandern liebe, kreisten meine Gedanken auch darum, den Herausforderungen, denen ich mich selbst gestellt hatte, nicht gerecht werden zu können.

Wege wurden geplant, Routen bestimmt und Übernachtungsmöglichkeiten recherchiert. Entschieden hatte ich mich letztendlich für den Pilgerweg „Camino Frances“, der in St. Jean Pied de Port in Frankreich beginnt und am spanischen Weltende Finisterre endet. Den Jakobsweg.  

Im Einklang mit Herz und Verstand. – Ein wundervoller Zustand.

Wann hat man sonst die Möglichkeit, mal 40 km am Tag zu laufen, so wie ich es tat? Jeder hat sein eigenes Limit. Und wann hat man sonst die Gelegenheit, sich selbst in solch einem positiven Sinne spüren zu können? Mit den Schmerzen, dem Flow, der Hitze, dem erfrischenden Gefühl, an einer Station angekommen zu sein? Ohne Zeit, ohne Uhr?

Es war die beste Zeit meines Lebens. Noch heute zehre ich von meinen Eindrücken und Erlebnissen, die mir – selbst nach einem Jahr – immer noch Kraft im Alltag geben. Die weitreichenden Erkenntnisse, die ich aus dieser Zeit schöpfte, sind: leben und leben lassen. Öfter mal das Handy ausschalten und sein eigenes Leben ohne Druck genießen. Die Dinge fließen lassen. Jeder sollte dies tun. Ob Jakobsweg oder etwas anderes. Jeder sollte aufstehen, leben und sich selbst sowie das Leben spüren.

Diejenigen, die gerne mehr über meine Erfahrungen wissen möchten, können sich auf meiner Facebook-Seite unter: „Der Schwabenpilger“ informieren.

Und ich möchte mehr. Mehr davon. Mehr von Erfahrungen, die das Leben aus meiner Sicht wirklich lebenswert machen. Daher nehme ich mir zum nächsten Ziel, den Pacific Crest Trail (PCT) zu meistern, der ein 4.279 Kilometer langer Fernwanderweg im Westen der USA, von der mexikanischen bis zur kanadischen Grenze, darstellt. Noch fehlt das nötige Kleingeld. Doch auch dies werde ich meistern, denn immerhin ist auch dies eine Herausforderung.  Mein erster Schritt dazu ist, diesen Artikel hier zu veröffentlichen. Und vielleicht findet sich dadurch jemand Gleichgesinntes.

Jemand, der sich damit identifizieren kann. Eine Person die mich begleiten möchte, eine Firma oder ein Unternehmen, welches mich sponsert. Ich bin dabei. Ich bin offen. Offen für neue Herausforderungen. Offen im Teilen meiner Erkenntnisse und Motivation an die Menschen im alltäglichen Trott.  
                                             

 

Jochen Windmeier, Der Schwabenpilger

www.facebook.com/derschwabenpilger


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