Sport 04.07.2017

Laura Siegemund INTERVIEW

Spiel, Satz und Sieg!

Die aus Metzingen kommende Weltklasse-Tennisspielerin Laura Siegemund triumphierte im April dieses Jahres beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart im Finale des Turniers gegen die Französin Kristina Mladenovic, nachdem sie zuvor weitere Mitfavoritinnen besiegt hatte. Ein phänomenaler Sieg, der sie in der Weltrangliste auf Platz 32 gebracht hat. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere passierte nun im WTA-Turnier in Nürnberg das Unglück: Kreuzbandriss im rechten Knie. Wir möchten wissen, wie es ihr jetzt geht und wie ihre Pläne für die Zukunft aussehen ... 

 


 

SAM: Erstmal herzlichen Glückwunsch nachträglich zu Ihrem Sieg! Was war es, was Sie gegen die anderen  Teilnehmerinnen stärker gemacht hat bzw. wie konnten Sie sich durchsetzen?

L. S.: Ich hatte eine gute Vorbereitung auf dem Belag und habe von der ersten Runde an sehr fokussiert und selbstbewusst gespielt. Meine Auslosung war nicht einfach, aber ich konnte mich von Match zu Match stetig steigern. Ich habe mich immer nur auf meine nächste Gegnerin, die nächste bevorstehende Aufgabe konzentriert und alles „Drumherum“ versucht, weitgehend auszublenden.

 

SAM: Wie kamen Sie zum Tennis? Mit wie viel Jahren haben Sie angefangen, zu spielen? 

L. S.: Bereits im Alter von drei Jahren begann ich mit dem Tennis Spielen, da ich aus einer sehr sportlichen Familie komme und sowohl meine Eltern als auch mein älterer Bruder immer große Tennisfans waren und selber viel gespielt haben.

 

SAM: Wohnhaft sind Sie in Stuttgart, trainieren aber in Metzingen. Motiviert es Sie mehr bzw. fühlen Sie sich wohler, in Ihrem Heimatort zu trainieren? Spielt eine bestimmte Atmosphäre eine Rolle?

L. S.: Ich fühle mich sowohl in Metzingen als auch in Stuttgart wohl. Was mein tägliches Training betrifft ist es mir vor allem wichtig, dass mein Trainer Markus Gentner und ich ungestört arbeiten können ohne großes Tamtam. Im TC Metzingen habe ich gute Trainingsbedingungen und kann in Ruhe trainieren, die Mitglieder kennen mich dort natürlich und es wird auch mal vor oder nach dem Training geplaudert. So einen persönlichen Kontakt finde ich sehr nett und er gibt mir das Gefühl, Zuhause zu sein.

 

SAM: Letztes Jahr haben Sie Ihr Psychologie-Studium mit Ihrer Bachelor-Arbeit zum Thema „Versagen unter Druck“ abgeschlossen. Welchen Einfluss hatte das Thema „Tennis“? 

L. S.: Da ich Allgemeine Psychologie studiert habe, war es mein Wunsch, in meiner BA ein sportpsychologisches Thema zu vertiefen, weil meine Leidenschaft einfach der Sport ist. Da Tennis eine sehr interessante  Sportart für das Thema „Versagen unter Druck“ ist und ich dadurch auch mein Fachwissen in diesem Bereich optimal einbringen konnte, ist die Arbeit bezogen auf Interventionsmaßnahmen im Bereich des Tennissports sehr gut gelungen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Genesung und für die Zukunft weiterhin viel Erfolg! 

 

Weitere Informationen unter: 
www.laurasiegemund.com

 

 


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