Gesundheit, Kochen mit SAM

Brotsommelier -

Braucht man den nun auch noch!?!

Das ist eine durchaus berechtigte Frage, denn nach den Weinsommeliers, Biersommeliers, Wassersommeliers gibt’s jetzt auch noch einen für‘s Brot. 

 


 

Jörg Schmid ist einer von zwölf Brotsommeliers deutschlandweit. In einer neunmonatigen berufsbegleitenden Ausbildung an der Bundesakademie Weinheim wurde er zum „Brotspezialisten“ ausgebildet. Im ersten Moment würde man vielleicht denken, er rennt am Abend durch ein Restaurant und erklärt den anwesenden Gästen, welches Brot sie am besten zu ihrem Kürbisschaumsüppchen essen. Aber das ist weit gefehlt. Ein Brotsommelier ist mehr. Nicht nur ernährungswissenschaftlich kann er Sie bestens beraten, auch sein Geschmackssinn wurde während der Ausbildung zum Brotsommelier verfeinert. So musste zur Abschlussprüfung der Salzgehalt aus drei Gläsern mit Wasser heraus geschmeckt oder bestimmte Aromen ihrem Ursprung zugeordnet werden. Sie denken, es kann doch nicht so schwer sein beispielsweise eine Karamellnote raus zu schmecken? Probieren Sie es doch einfach mal selbst. Werden Sie selbst zum Geschmacksspezialisten und „verkosten“ Sie Ihr Brot zuhause. 

 

Das geht folgendermaßen:

 

Ein Brotsommelier wird den Brotlaib zuerst im Ganzen betrachten, dann leicht zusammen drücken, um die Knusprigkeit der Kruste zunächst zu hören, denn verkostet wird mit allen Sinnen. 

Nach dem Aufschneiden wird der Laib wiederum ein wenig gedrückt und die Nase ganz dicht an das leckere Brot gehalten. Dabei können die feinen Duftaromen aufgenommen und zugeordnet werden.

Jetzt kommt das spannendste, das Probieren. Der Sommelier wird zunächst das Innere, die so genannte Krume, probieren. In der Krume sind die jeweiligen Aromen sehr leicht und zart zu verzeichnen. Die Krume lange kauen und quasi auf der Zunge zergehen lassen. Sie schmecken bestimmt schon die ersten Eindrücke, wie nussig, erdig, …

Und zum Schluss wird natürlich noch die knusprige Kruste gegessen. Denn in der Kruste befinden sich 80 % der Aromen eines Brotes. Generell gilt, dass ein großes, lange gebackenes Brot auch eine kräftigere Kruste und somit auch stärkere Aromen hat. 

 

Und – welche feinen Geschmacksnoten haben Sie aus Ihrem Brot herausgeschmeckt? 

 

Falls Sie lieber in netter Gesellschaft und vielleicht mit einem Gläschen Wein dazu eine Verkostung machen möchten, können Sie dies zusammen mit Brotsommelier Jörg Schmid in Kooperation mit dem Weinhaus Schall in Betzingen machen. Bei den Veranstaltungen zum Thema „Brot und Wein“ können Sie die ideale Kombination von verschiedensten Brotsorten mit den dazu passenden Weinen probieren. Sie werden erstaunt sein, welche Geschmackserlebnisse möglich sind. Infos und Anmeldung ist auf den jeweiligen Homepages möglich: www.wildbakers.com/products-page/backgomaringen und www.weinhaus-schall.de. Es gibt bestimmt noch ganz viel, was Sie noch nicht über Brot wissen. Lassen Sie sich überraschen. Und um so auf meine Eingangsfrage zurück zu kommen, JA, einen Brotsommelier brauchen wir eindeutig auch noch!

 

 


Jörg Schmid Bäckermeister/Betriebswirt HwK
Burgstr. 20 | 72760 Reutlingen

Öffnungszeiten: 
Mo-Fr 6 – 18.30 Uhr 
Sa 6.30 – 16 Uhr | So 8 – 11 Uhr

www.der-brot-sommelier.de 

www.wildbakers.de

 

 


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